Rechenzentrum

Ein Rechenzentrum ist eine technische Einrichtung, in der IT-Systeme und deren angeschlossenen Teile, wie Speicherkapazität und Telekommunikation, untergebracht sind. Heutzutage ist das Bestehen eines Unternehmens ohne ein designiertes Zentrum kaum noch vorstellbar. Das liegt vor allem an der Komplexität der IT-Strukturen, die heutzutage Firmen begleiten. Jedoch sind auch viele Dienstleistungen von Endkonsumenten ohne das sogenannte “Data Center” nicht umsetzbar.

Was macht ein Rechenzentrum?

Sie umfassen in der Regel Backup-Stromversorgungen, redundante Datenkommunikationsverbindungen, Umgebungskontrollen (z. B. Klimatisierung, Brandbekämpfung) und verschiedene Sicherheitseinrichtungen. Ein großes Rechenzentrum ist ein Industriebetrieb, der soviel Strom verbraucht wie eine ganze Kleinstadt. Traditionell wurden Rechenzentren jedoch entweder für die alleinige Nutzung durch ein Großunternehmen oder als Träger beziehungsweise netzwerkneutrale Rechenzentren errichtet. Viele Rechenzentren werden heute von Internet Service Providern betrieben, die ausschließlich eigene und fremde Server anbieten.

Ein effektiver Rechenzentrumsbetrieb erfordert eine ausgewogene Investition in die Einrichtung und die hausinterne Ausstattung. Der erste Schritt ist die Schaffung einer Basisumgebung, die für die Installation der Anlage geeignet ist. Durch Standardisierung und Modularität lassen sich Einsparungen und Effizienzvorteile beim Design und Bau von Telekommunikationsrechenzentren erzielen. Vor allem Standardisierung spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle.

Geschichte der Rechenzentren

Um frühe Computersysteme komplex zu bedienen und zu warten, war eine spezielle Umgebung notwendig. Viele Kabel waren notwendig, um alle Komponenten miteinander zu verbinden, und es wurden Methoden zur Unterbringung und Organisation dieser Komponenten entwickelt. Ein einziger Großrechner benötigte sehr viel Strom und musste gekühlt werden, um Überhitzung zu vermeiden. Während des Booms der Mikrocomputerindustrie und besonders in den 1980er Jahren begannen die Anwender, Computer überall einzusetzen, in vielen Fällen mit wenig oder gar keiner Beachtung der Betriebsanforderungen.

Mit der zunehmenden Komplexität der IT-Abläufe wuchs jedoch auch die Notwendigkeit, IT-Ressourcen fachgemäß zu kontrollieren. Diese wurden als “Server”bezeichnet, da Timesharing-Betriebssysteme wie Unix stark vom Client-Server-Modell abhängig waren. Der Boom der Rechenzentren kam während der Dot-Com-Blase zwischen 1997-2000. Unternehmen brauchten schnelle Internetverbindungen und einen unterbrechungsfreien Betrieb, um Systeme einzurichten und eine Präsenz im Internet zu halten. Viele Unternehmen begannen mit dem Bau sehr großer Einrichtungen, sogenannte Internet Data Center, die gewerblichen Kunden eine Reihe von Lösungen für die Bereitstellung und den Betrieb von Systemen boten. Heute spielt Cloud Computing eine noch größere Rolle und das Rechenzentum ist das zentrale Medium hierfür.

Großes elektronisches Rechenzentrum

Bedeutung von Rechenzentren

Heute ist die Bedeutung des Rechenzentrum für Unternehmen jeder Größe sehr wichtig. Fast kein Unternehmen kann auf eine ausgereifte IT-Struktur verzichten. So ist es nur nachvollziehbar, dass die gesamte Thematik rund um die Data Center ein zentraler Punkt der IT-Abteilungen ist. Durch die Verbreitung von Dienstleistungen, die über das Internet laufen und die Notwendigkeit extreme Mengen an Daten zu speichern, führt kein Weg an einem Data Center vorbei. Die kosten eigene große Mengen an Servern zu halten, ist vor allem für kleinere Unternehmen nicht tragbar und so wird Cloud Computing eine noch wichtigere Rolle spielen.